Blume des Monats
Blume des Monats November: Phalaenopsis

Phalaenopsis-Hybriden

Nicht ohne Grund sind die Phalaenopsis-Hybriden die meistverkauften Orchideen. Sie besitzen viele Eigenschaften, die wir an Zimmerpflanzen schätzen. Dementsprechend groß ist die Auswahl an Sorten. Nachtfalter-Orchideen oder Malaienblumen, wie sie auch heißen, werden in vielen Blütenfarben angeboten. Es gibt kleine, mittelhohe und Sorten, deren Blütenstände bis zu einen Meter hoch werden können. Mit etwas Glück blühen sie das ganze Jahr über.

Die nachfolgende Anleitung kann nur pauschale Hilfestellungen bieten, sie bezieht sich auf die in Discountern, Supermärkten und Gartencentern angebotenen Phalaenopsis-Sorten.

Standort: Ideal sind helle bis absonnige Standorte, mit Morgen-, Abend- und Wintersonne. Die heiße Mittagssonne des Sommers wird vertragen, wenn die Orchideen während dieser Zeit mindestens einen Meter hinter dem Fenster stehen. Oder sie werden durch einen transparenten Vorhang schattiert.

Ein halbschattiges Plätzchen wird auch vertragen. Exemplare die im Halbschatten nicht oder nur spärlich blühen, sollten heller platziert werden.

Die heißen Sommerwochen Mitte/Ende Juni bis August, können die Hybriden im Garten oder auf dem Balkon verbringen. Dort müssen sie vor der direkten Sonne geschützt sein. Sie wird nicht mehr durch Fensterglas gefiltert und kann Blattverbrennungen verursachen.

Tipp:
Das Übersommern im Garten kann blühfaule Orchideen zum Blühen anregen.

Temperatur: Phalaenopsis-Hybriden mögen es ganzjährig warm. Das Überwintern bei 15 bis 20 °C ist möglich. Werte darunter sollten ihnen nur kurzzeitig zugemutet werden.

Substrat: Die Hybriden stammen von epiphytisch wachsenden Orchideen ab. Die Wildformen sitzen auf Bäumen, auf Ästen oder in mit Laub gefüllten Astgabeln. Ihre Wurzeln mögen es luftig, Blumenerde eignet sich für ihre Kultur nicht.

Im Handel sind Substrate auf Rindenbasis zu erhalten. Mittelgrobe Mischungen, wie im Bild rechts zu sehen, eignen sich für Mini-Phalaenopsis sowie die großen Sorten.

Umtopfen: Das Umtopfen ist erforderlich, sobald das Subrat beginnt sich zu verdichten. Wenn es weich und matschig wird. Je nach Qualität alle 2 bis 4 Jahre.

Gießen: Wie oft gegossen werden muss, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu zählen Temperatur und die Größe der Pflanze im Verhältnis zum Topf. Bei Temperaturen über 20 °C kann durchdringend gegossen werden. Die Orchideen erhalten so lange Wasser, bis sich das Substrat damit vollgesogen hat. In den Übertopf/Untersetzer ablaufende Reste werden nach einigen Minuten entfernt. Staunässe kann zum Verfaulen der Wurzeln führen. Bis zum nächsten Gießen darf das Substrat fast austrocknen. Liegen die Temperaturen unter 20 °C, wird nur schlückchenweise gewässert.

Das Substrat darf bis ungefähr 75 % der Höhe des Topfs austrocknen.

Tipps: Wenn die Luftwurzeln der Phalaenopsis-Hybriden täglich oder jeden 2. Tag besprüht werden, erhalten die Pflanzen regelmäßig Wasser. Falls das Substrat austrocknet. Ob gegossen werden muss, lässt sich am Gewicht des Topfs erkennen. Feuchtes Substrat ist schwerer als trockenes.

Düngen: Bei Temperaturen über 20 °C und wenn sich die Phalaenopsis-Hybriden im Wachstum befinden, können sie alle 4 bis 8 Wochen gedüngt werden. Es eignen sich nicht nur Flüssigdünger für Orchideen. Grün- und Blühpflanzen-Dünger dürfen zu 30 bis 50 % in der vom Hersteller empfohlenen Menge verabreicht werden.

Luftfeuchtigkeit: Maßnahmen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit sind nach meinen Erfahrungen nur nötig, wenn die Phalaenopsen während des Winters neben oder über der Heizung stehen. Dann kann es Sinn machen, einen mit Wasser gefüllter Behälter in ihrer Nähe zu platzieren.

Das Besprühen erhöht die Luftfeuchtigkeit nur kurz, befreit aber die Blätter von Staub.

Die Blütezeit verlängern: Bei einigen Sorten lässt sich die Blütezeit durch den Rückschnitt des Blütentriebs verlängern. Geschnitten wird ungefähr 1 Zentimeter über dem nächsten schlafenden Auge.

Ein guter Zeitpunkt für den Blütenstängelrückschnitt ist, wenn die letzten 3 Blüten verblühen, bevor der Stängel beginnt gelb zu werden.
Ungefähr 8 bis 12 Wochen später, je nach Temperatur, entwickelt sich das schlafende Auge zu einem Blütentrieb. Oder es erscheinen Kindel (Tochterpflanzen).

Schlafende Augen
Wird der Blütentrieb oben geschnitten muss er gestützt werden. Der neue Austrieb kann noch mal so lang werden.

Phalaenopsis-Hybriden zur Blüte anregen: Oft blühen Phalaenopsis-Hybriden ohne unser Zutun. Machen sie das nicht, kann es hilfreich sein, wenn sie für mindestens 4 Wochen temperiert platziert werden. Bei Temperaturen zwischen 15 und 18 °C. Während dieser Zeit wird nur schlückchenweise gegossen. Sobald sich ein Blütentrieb zeigt, können sie wieder an ihren Stammplatz kommen. Auch schwankende Tag- (22-30 °C) und Nachttemperaturen (15-18 °C), wie sie im Hochsommer auf dem Balkon vorzufinden sind, können die Blütenbildung anregen.


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Herr Hüseyin Kar
T 07391 7719-247
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